Autor: RealCasi

Political Correctness at its best: Schwarzer Autor kritisiert, da er sich auf eigenem Buchcover zeigt

Ein schwarzer deutscher Autor, Marius Jung, schreibt ein Buch über rassistische Sprachfallen und zeigt sich selbst als Covermodel.

Jetzt bekommt Jung einen Anti-Preis wegen Darstellung rassistischer Inhalte. Man könnte denken, der Preis wäre aufgrund des Untertitels „Handbuch für Negerfreunde“ – das wäre schon schräg. Aber es ist noch viel großartiger: Es geht um das Cover, denn „Ich dürfe mich als Schwarzer nicht halb nackt, also als Sex-Objekt abbilden lassen„.

„Ich dachte zuerst, es ist ein Scherz“ – Süddeutsche.dehttp://www.sueddeutsche.de/panorama/anti-preis-an-marius-jung-ich-dachte-zuerst-es-ist-ein-scherz-1.2008172

Das muss man sich wirklich in genießerischen Häppchen auf der Zunge zergehen lassen: Ein Schriftsteller gestaltet aus komplett freien Stücken ein Cover, das ihn selbst in einer selbst gewählten Pose zeigt. Ein (vermutlich weißer) Studentinnen-Rat prangert den Autor dann wegen dieses Covers an – aufgrund seiner Hautfarbe. Es steht im Raum, dass ein vergleichbares Bild eines weißen Menschen unkritisch wäre.

Es ist nicht weiter schwer, der Uni Leipzig hier Rassismus reinsten Wassers nachzuweisen: Weiße, die einem Schwarzen sagen wollen, dass er aufgrund seiner Hautfarbe etwas nicht tun darf, was ein Weißer tun könnte.
Allerdings glaube ich, dass der Studentenrat in ehrenhafter Absicht gehandelt hat.
Also kein Rassismus, sondern ein Paradebeispiel für sich selbst ad absurdum führenden Political-Correctness-Wahn.

Marius Jung nimmt’s cool. Das ganze Interview ist lesenswert. Last not least noch der Link zum Buch für alle Negerfreunde:

Singen können die alle! - Handbuch für Negerfreunde

Singen können die alle! – Handbuch für Negerfreundehttp://www.amazon.de/Singen-k%C3%B6nnen-die-alle-Negerfreunde/dp/3551684480Marius Jung, schwarzer Comedian und Musiker, erklärt, wo die Fettnäpfchen stehen im Umgang mit Menschen anderer Hautfarbe. Auch wenn es nur nett gemeint ist wie zum Beispiel „Singen können die alle“ (und ebenso Tanzen, Vögeln und andere Sportarten). Mit gekonntem Witz und anhand persönlicher Erlebnisse packt Marius Jung die Hellhäutigen bei ihrer Befangenheit – ohne den gefürchteten Zeigefinger.