Schrei vor Unglück

Erwachsene Menschen entschließen sich ohne jeden Zwang, Zalando-Aktien zu kaufen, weil sie glauben, Geld zu verdienen. Ok, sie fallen auf die Nase.

Jetzt heißt es „Anlegerschützer verlangen, dass nur profitable Unternehmen an die Börse dürfen.“

Sehr coole Idee… Erstens gibt es genug Absturzgeschichten auch bei Börsengängen profitabler Unternehmen (Facebook, Telekom, um nur zwei Highlights zu nennen), zweitens gibt es auch langfristig erfolgreiche Emissionen von Start-Ups, und drittens, was soll der Ruf nach dem Gesetzgeber in einer völlig normalen Situation?

Aber – und eigentlich vor allem anderen: Angenommenerweise, dieser Vorschlag würde umgesetzt. Start-Up-Unternehmen, die noch in der Verlustzone wirtschaften, aber aus völlig vernünftigen und realistischen Erwägungen heraus ihr Wachstum über einen Börsengang finanzieren möchten, wäre dieser weltweit übliche und in vielen Fällen normale Weg versperrt.
In einer solchen Entwicklung sehe ich vor meinem inneren Auge schon die gleichen Journalisten, die jetzt den Tenor der „Anlegerschützer“ aufgreifen, über die Gründungsfeindlichkeit in Deutschland herfallen.

Gegenvorschlag: „Firmenschützer verlangen, dass nur Anleger mit nachgewiesenen Mindestkenntnissen das Recht bekommen, Aktien zu kaufen.“
Eine solche Kenntnis wäre z.B. das Wort Verrluhstriesico korrekt buchstabieren zu können.

Zalando und Rocket: Zulassung zur Börse muss reguliert werden - SPIEGEL ONLINE

Zalando und Rocket: Zulassung zur Börse muss reguliert werden – SPIEGEL ONLINEhttp://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/zalando-und-rocket-zulassung-zur-boerse-muss-reguliert-werden-a-995970.htmlHunderte Millionen Euro haben Anleger binnen Tagen mit den Aktien von Zalando und Rocket Internet verloren. Anlegerschützern reicht es: Sie verlangen, dass künftig nur noch profitable Unternehmen an die Börse dürfen.

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