Wrestling für die Quote!

Einmal mehr kann der Westen von der tiefen Weisheit fernöstlicher Philosophie lernen.

Seit geraumer Zeit tobt in Deutschland die Diskussion, ob für Vorstände von Unternehmen ab einer bestimmten Größe eine Mindestanzahl an Frauen vorgeschrieben werden soll, Verweise und Belege schenke ich mir an dieser Stelle.
Die eine Seite des Grabens schreit „Gleichberechtigung“ und ist dafür, die andere Seite des Grabens schreit „Bevormundung“. Die Minderheit real existierender Vorständinnen ist zumeist auch dagegen, weil sie die Gefahr sieht, dass alle erfolgreichen Weibchen automatisch als Quotentussi angesehen werden.

Und dann das:

Ladybeard: Bärtiger Mann Sieger in Japans Frauenwrestling

Ladybeard: Bärtiger Mann Sieger in Japans Frauenwrestlinghttp://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/ladybeard-baertiger-mann-sieger-in-japans-frauenwrestling/10121104.htmlEin Crossdresser aus Australien ist in Japan Champion im Frauenwrestling geworden. Ladybeard nimmt die klassischen Geschlechterrollen aufs Korn und trifft damit den Nerv vieler…

Man(n) muss sich also nicht mehr den Schwanz abschneiden, um in der Frauenliga starten zu dürfen. Die japanischen Wrestlerinnen beweisen – es genügt, Frauenkleider zu tragen.

Und es liegt auf der Hand, dass es einen (gleichfalls nicht abgeschnittenen) Sack voller Probleme löst, wenn wir diesen Gedanken auf das deutsche Quotenthema übertragen, die verpflichtende Frauenquote einführen und dabei Crossdresser in DAX-Vorständen als Frau werten:

  • Männer, bei denen es bislang nicht für Vorstand gereicht hat, entdecken ihre Crossdresser-Identität und verbessern ihre Chancen  auf einen Karrieresprung, da sie zukünftig quotentechnisch als Frau gezählt werden.
  • Die Karriere-Frauen, die gegen die Frauenquote sind, können ihren Protest beruhigt einstellen, da sich ja jede Quotentussi gegen Crossdresser und somit gegen Männer im harten Wettbewerb behauptet hat.
  • Die Feministinnen-Fraktion wird es nicht wagen zu protestieren aus Angst, von den üblichen politcal-correctness-Verdächtigen als homophob gebrandmarkt zu werden.
  • Dumpf-gestrige Vorstände, die tatsächlich Frauen aufgrund ihres Geschlechts benachteiligen, nehmen dann doch lieber Frauen als Crossdresser, womit wir dann die Frauenquote in der veralteten Crossdresser-diskriminierenden Version hochtreiben.

Wem dieses Vorgehen zu profan erscheint, für den gibt es optional den Quotencrossdresser 2.0: Ein Mann, der sich als eine Frau fühlt, die gerne Männerkleidung trägt. Mit der Betonung auf „ich fühle mich als Frau“ haben wir dann einen Männerkleidung tragenden Mann, der auf die Frauenquote angerechnet wird. Und es wäre nicht politisch korrekt, das albern zu finden.

Schön, dass das Leben so einfach ist.

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